• Einlass: 19:00
  • Doors: 19:00
  • Beginn: 19:45
  • Showtime: 19:45

»Eine Reise über das Meer und durch die Zeit: Vier Schiffe der einst größten DDR-Fischereiflotte haben die Wende überdauert und fahren heute unter anderer Flagge, in neuen Gewässern. Sie erzählen von Arbeit, Gemeinschaft und Heimat und der Frage, was davon bis heute geblieben ist: Nida, Seefuchs, Stubnitz und Blauwal.«

Im Anschluss gibt es ein vertiefendes Gespräch mit der Möglichkeit für Fragen aus dem Publikum: Urs Blaser alias Blo (Kultur-Kapitän 1992–2022 der Stubnitz), Oliver G. Schmidt (Nautiker, Ingenieur, Kapitän und ehemaliger Betreiber der Seefuchs), Tom Fröhlich (Regisseur).

»In VOM TRAUM, UNSINKBAR ZU SEIN begibt sich der Rostocker Regisseur Tom Fröhlich auf eine maritime Heimatreise. Auf dem Höhepunkt ihrer Blütezeit umfasste die Flotte der DDR-Hochseefischerei über 100 Schiffe – die größte, die je unter deutscher Flagge fuhr. Vier Jahrzehnte lang verlor die Großreederei kein einziges Schiff auf See. Heute existieren nur noch wenige dieser stählernen Kolosse. Vier von ihnen hat Tom Fröhlich aufgespürt: vor Grönland, in einem spanischen Hafen, auf einem dänischen Schrottplatz und im Hamburger Hafen. Sie sind die letzten Zeugen einer untergegangenen Arbeitswelt – und zugleich lebendige Orte, an denen noch immer gearbeitet, gelebt und erinnert wird. Erzählt von Charly Hübner und Shantys vom Chor „Luv und Lee“.«

Urs Blaser (alias Blo)

Urs Blaser (alias Blo), Mitinitiator des 1992 gegründeten Projekts Kunst-Raum-Schiff STUBNITZ in Rostock, war von 1994 bis 2022 dessen «Kultur-Kapitän». Zuvor reiste er mit dem Medienkunst-Projekt «Radio-Subcom» quer durch Europa. Als ehemaligem Musiker und Tonkünstler galt sein Interesse vor allem der aktuellen Live-Musik.

Für das seit 2003 eingetragene, mobile Industriedenkmal plante und koordinierte er mit einer sich stetig verändernden Crew gut 120 kulturelle Kooperationsprojekte in 22 nordeuropäischen Hafenstädten. 2013 erhielt das Schiff von der HafenCity Hamburger GmbH seinen heutigen Standort und kurz danach die Auszeichnung des Bundes als «Spielstätte des Jahres 2013».

2016 gelang ihm die Akquise von Bundes- und Landes- Denkmalmittel für eine schiffbauliche General-Instandsetzung die er in Folge leitete und 2022 zum Abschluss brachte. In seiner Zeit an Bord der Stubnitz dokumentierte Urs Blaser als Tontechniker um die 5000 Live-Konzerte.

Oliver G. Schmidt

Über schöne Umwege bin ich letztendlich doch zur Seefahrt gekommen. Beginnend mit der Berufsausbildung zum Bootsbauer, Gesellenzeit, Studium zu Schiff- und Maschinenbau und dem späteren Erlangen des Nautischen Patents zum Schiffsoffizier/ Kapitän. Neben Beruf und Familie und nur in Gemeinschaft mit engen Freunden und Mitstreiten möglich, fand zudem das Engagement für den Erhalt, später für den Betrieb eines Forschung- und Expeditinssschiffes Platz. Das Schiff aus der 1990 stillgelegten Sassnitzer Fangflotte, ein 26,5- Meter- Kutter, 1993 übernommen, bis 2017 als MS SEEFUCHS in der Ostsee im Einsatz. Das Schiff war Medium und Plattform die das vielfältige und freiwillige Engagement von Menschen für Wissenschaft, Kultur, Soziales und den dafür notwendigen Schiffsbetrieb. SEEFUCHS stand in der öffentlichen Wahrnehmung auch untrennbar verbunden mit der Unterwassarchäologie in Mecklenburg-Vorpommern und Forschungsfahrten des Deutschen Meeresmuseum Stralsund. Reisen führten das Schiff in 24 Jahren rund um die Ostsee und für die Übergabe an SeaEye letztendlich bis nach Brest in Frankreich.

Tom Fröhlich

Tom Fröhlich ist in der Hansestadt Rostock aufgewachsen. Nach einer Berufsausbildung zum Mediengestalter studierte er an der h_da Darmstadt (Motion Pictures) und der Filmuniversität Konrad Wolf (Regie). Zu seinen Arbeiten gehören national und international ausgezeichnete Dokumentarfilme und Dokumentationen sowie Doku-Serien. Sein Debütfilm „Ink of Yam“, über ein Tattoostudio in Jerusalem, wurde 2017 mit dem Hessischen Filmpreis ausgezeichnet. Für „Das perfekte Schwarz“ (2019) begleitete Tom Fröhlich 6 Menschen auf der Suche nach der Vielfalt im Nichts. Der Film wurde bei den Hofer Filmtagen uraufgeführt und feierte seine internationale Premiere bei der CPH:dox in Kopenhagen. „Vom Traum unsinkbar zu sein“ ist Tom Fröhlichs dritter Kino-Dokumentarfilm über die Suche nach den letzten Schiffen der DDR-Hochseefischerei. Tom Fröhlich lebt und arbeitet in Leipzig und Potsdam.


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